Offene Kernspintomographie (Open-MRT) aller Körperregionen

Die offene Kernspintomographie eignet sich genauso gut wie die herkömmlichen Tunnelsysteme zur bildlichen Darstellung nahezu aller Organe und Gewebe des Körpers. Sie kann andere Diagnoseverfahren, wie z. B. die klassische Röntgenuntersuchung, sinnvoll ergänzen, aber auch Verfahren ersetzen, bei denen bisher ein Eingriff in den Körper notwendig war (z.B. Herzkatheter). Sollten unterschiedliche Gewebe nicht ohne weiteres abgegrenzt werden können, stehen spezielle, gut verträgliche Kontrastmittel zur Verfügung, die eine weitergehende Beurteilung erlauben.

Besonders bei Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks ist die Kernspintomographie das Diagnoseverfahren der Wahl. Beispiele sind Multiple Sklerose, Schlaganfall, Tumoren oder Entzündungen, aber auch frühkindliche Hirnschädigung und Fehlbildung.

Auch zur präzisen Darstellung der inneren Organe (Ausnahme Lunge) ist die Kernspintomographie geeignet. Entzündungsherde, Tumoren, Metastasen und andere Organveränderungen können erkannt werden.

Weiterhin ergeben sich durch die offene Gerätearchitektur neue Untersuchungsmöglichkeiten, z.B. wird die Durchführung bildgesteuerter Rückenschmerztherapien erleichtert, bei denen unter MRT-Kontrolle punktgenau eine Nadel an die Austrittsstelle des Nervs an der Wirbelsäule gesetzt wird.
Darüber hinaus ermöglicht das entspannte Liegen im offenen Kernspintomographen in vielen Fällen besonders gute Bildqualität (wenig bis keine Bewegungsartefakte). 

Unsere Ausstattung

  • Hochfeld-MRT "Philips Panorama 1.0T"
Untersuchungsablauf im MRT

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen alle metallischen Gegenstände wie Schlüssel, Uhren oder Hörgeräte sowie auch Scheck- oder Kreditkarten abgelegt werden. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn metallhaltige Implantate oder Fremdkörper vorliegen, insbesondere:

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips
  • künstliche Herzklappe
  • Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder - etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks - teilweise im Gerät.
An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz; häufig können Sie während der Untersuchung auch Musik hören. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Magnetresonanztomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.

Funktionsweise offene Magnetresonanztomographie (MRT)

Weitere Informationen zur Funktionsweise unseres offenen MRT finden Sie hier: Funktionsweise Open MRT

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