Früherkennung von Morbus Alzheimer

Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter langsam an Hirnsubstanz. Im Falle einer neurodegenerativen Erkrankung wie zum Beispiel der Alzheimerschen Krankheit kommt es zu einem ganz erheblich beschleunigten Verlust von Hirnsubstanz, der schließlich zur Demenz (Verfall von geistiger Leistungsfähigkeit) führen kann.

Durchschnittlich jeder dritte Mensch im Alter von 65 Jahren ist im weiteren Verlauf seines Lebens von einer Demenz betroffen.

Durch eine spezielle kernspintomographische Untersuchung kann das Hirnvolumen gemessen und das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, ermittelt werden. Durch vorbeugende Maßnahmen können Sie Ihr Risiko verringern und Ihre geistige Leistungsfähigkeit länger bewahren.

Durch frühe Diagnose werden wichtige Jahre für Therapien gewonnen, die den Krankheitsverlauf verzögern können.

Hirnvolumenmessung zur Frühdiagnose von Demenzerkrankungen

Die alzheimertypischen Veränderungen im Gehirn beginnen in der Regel Jahre vor dem Auftreten erster milder Symptome. Der Abbau von Hirnsubstanz kann ein Frühwarnzeichen einer neurodegenerativen Erkrankung, insbesondere von Morbus Alzheimer, sein. Eine genaue Messung der Hirnsubstanz ermöglicht den frühen Nachweis altersuntypischer Abbauprozesse und somit die Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen noch vor dem Auftreten von Symptomen.

Durch hochauflösende Aufnahmen des Kopfes mittels Kernspin- bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) wird mithilfe einer hochpräzisen „Hirnvolumenvermessung“ nach Frühwarnzeichen gesucht. Da die Änderungen sehr klein sind, werden hierfür modernste Methoden der computergestützten Bildverarbeitung und Statistik eingesetzt. In Kombination mit hochsensitiven kognitiven Testverfahren,die bei auffälligen Befunden zur Anwendung kommen, kann man den Ursachen für die Veränderungen weiter auf den Grund gehen.

 

 
Früherkennung von Morbus Alzheimer

Weitere Informationen

Infoflyer zum Download
www.radiologie.de 

Das Verfahren zur Auswertung der Kopf-Aufnahmen wurde von jung diagnostics GmbH entwickelt und beruht auf klinisch erprobten Softwarealgorithmen:

www.jung-diagnostics.de 

 

   

Wissenswertes zum Untersuchungsablauf

Für die präzise Volumenbestimmung der Hirnsubstanz werden hochaufgelöste, dreidimensionale Magnetresonanztomographie-(MRT)-Bilder des Kopfes erstellt.

Die MRT-Untersuchung ist schonend, nebenwirkungsfrei und erfordert keine besonderen Vorbereitungen.

Die MRT-Bilder werden mit innovativen, computergestützten Verfahren der medizinischen Bildverarbeitung und Statistik analysiert.

Diese Verfahren wurden in klinischen Studien bereits erfolgreich getestet. Besonders aussagekräftig ist die Volumenbestimmung der Hirnsubstanz, wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Durch einen direkten Vergleich mit Voruntersuchungen können kleine Veränderungen noch zuverlässiger nachgewiesen werden.

Bei Auffälligkeiten Risiko begrenzen

Falls sich bei der Untersuchung ein altersuntypischer Rückgang von grauer Hirnsubstanz zeigt, ist das noch kein Grund zur Panik. Die Alzheimerkrankheit kann zwar heute noch nicht geheilt werden. Durch frühe Diagnose können jedoch wichtige Jahre für Therapien gewonnen werden, die den Krankheitsverlauf verzögern können. Eine gesunde Lebensführung und gezielte geistige Anregungen können den Krankheitsverlauf ebenfalls günstig beeinflussen.

Durch die regelmäßige Wiederholung der Untersuchung ist zusätzlich eine Verlaufskontrolle möglich.

Wer trägt die Kosten der Untersuchung?

Da es sich bei der MRT-Hirnvolumenmessung um ein ganz neues Verfahren handelt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchung bisher nicht. Die Untersuchung wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet und Ihnen persönlich in Rechnung gestellt. Die meisten privaten Krankenversicherungen tragen die Kosten für die Hirnvolumenmessung mittels MRT. Im Einzelfall sollten Sie mit Ihrer Versicherung diesbezüglich Kontakt aufnehmen.

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